🚗 Elektroauto vs. Verbrenner Kostenrechner 2026 – lohnt sich der Wechsel jetzt?

Spritpreise auf 2-Jahres-Hoch durch Iran-Krieg – Gesamtkosten, Break-even & CO₂ sofort berechnen

Benzin kostet aktuell über 2,00 €/Liter – der höchste Stand seit fast zwei Jahren, ausgelöst durch den Iran-Konflikt und die Blockade der Straße von Hormus. Was bedeutet das für Ihre Entscheidung: E-Auto oder Verbrenner? Geben Sie Ihre Fahrdaten ein – der Rechner berechnet Gesamtkosten, Break-even-Punkt und CO₂-Bilanz für Ihre persönliche Situation. Kein Umweltbonus mehr seit Dezember 2023 – alle Zahlen auf aktuellem Stand März 2026.

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Grunddaten
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Elektroauto
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Verbrenner
Grunddaten
Geben Sie Ihre durchschnittliche jährliche Fahrleistung ein. 15.000 km entsprechen dem deutschen Durchschnitt.
Das Nutzungsszenario beeinflusst den realen Verbrauch (z.B. mehr Autobahn = höherer Verbrauch).
8 Jahre sind eine typische Haltedauer für Neuwagen. Sie können hier auch einen längeren Zeitraum wählen.

1) Iran-Krieg & Spritpreise 2026: Was ändert sich für die E-Auto-Rechnung?

⚠️ Aktuelle Lage – Stand 11. März 2026

Seit Ende Februar 2026 eskaliert der Konflikt zwischen Israel/USA und dem Iran. Die Blockade der Straße von Hormus – einer der wichtigsten Ölrouten der Welt – hat den Rohölpreis von ~72 USD/Barrel auf zeitweise über 120 USD/Barrel getrieben. Direkte Folge an deutschen Tankstellen: Super E10 überschritt am 10. März 2026 erstmals wieder die 2-Euro-Marke, Diesel liegt aktuell bei ~2,15–2,19 €/Liter. Experten des ADAC schließen weitere Anstiege nicht aus, solange die Lage ungeklärt bleibt.

Was bedeutet das konkret für die Frage „E-Auto oder Verbrenner?“ Jeder Cent mehr beim Benzinpreis verbessert die Wirtschaftlichkeitsrechnung zugunsten des Elektroautos – und das nicht linear, sondern kumuliert über Jahre:

Benzinpreis-Szenario €/Liter Kraftstoffkosten/Jahr
(15.000 km, 6,5 l/100km)
Kraftstoffkosten
über 8 Jahre
Vor Iran-Krieg (Feb 2026) 1,76 € 1.716 € 13.728 €
⚡ Aktuell (März 2026) 2,05 € 1.999 € 15.990 €
Szenario: weiterer Anstieg +20 % 2,45 € 2.389 € 19.110 €
Krisenpeak-Szenario 3,00 € 2.925 € 23.400 €

Alle Werte Python-verifiziert. Zum Vergleich: E-Auto-Stromkosten bei 15 kWh/100km und 29 ct/kWh = 4,50 €/100km vs. Benziner 6,5 l/100km bei 2,05 €/L = 13,32 €/100km. Der aktuelle Preissprung beim Benzin vergrößert die Schere zwischen E-Auto und Verbrenner um ~283 €/Jahr gegenüber Februar 2026.

Wichtig: Der Rechner oben verwendet als Voreinstellung den aktuellen Benzinpreis. Spielen Sie mit dem Kraftstoffpreis-Feld – Sie sehen sofort, wie sich jede Preisänderung auf den Break-even-Punkt auswirkt.


2) Was berechnet der Rechner? (Total Cost of Ownership)

Der Rechner berechnet die Total Cost of Ownership (TCO) – alle Kosten über die gesamte Haltedauer, nicht nur den Kaufpreis. Nur so lässt sich ein fairer Vergleich ziehen:

1. Anschaffungskosten
Kaufpreis abzüglich Förderung. Wichtig 2026: Der staatliche Umweltbonus wurde am 18.12.2023 abrupt gestoppt und wurde nicht wieder eingeführt. Im Rechner Förderung auf 0 € setzen, sofern kein Herstellerrabatt verfügbar.
2. Energiekosten (größter Hebel)
Strom vs. Kraftstoff × Verbrauch × Jahreskilometer × Haltedauer. Bei steigenden Spritpreisen wächst der Kostenvorteil des E-Autos jedes Jahr.
3. Wartung & Reparatur
E-Autos: kein Ölwechsel, keine Kupplung, weniger Bremsenverschleiß dank Rekuperation. Typisch: 350–500 €/Jahr (E-Auto) vs. 700–1.000 €/Jahr (Verbrenner).
4. CO₂-Bilanz
Berechnung auf Basis des deutschen Strommix (2026: ~380 g CO₂/kWh) vs. Kraftstoff-Emissionsfaktoren (Benzin: ~2,3 kg CO₂/Liter).
Was der Rechner nicht enthält (aber relevant ist): Kfz-Steuer (E-Autos bis Ende 2030 befreit), THG-Quoten-Erlöse (80–150 €/Jahr möglich), Wallbox-Installationskosten (800–1.500 €, einmalig), Restwert/Wertverlust. Diese Faktoren können Sie manuell in die Wartungskosten einrechnen.

3) Konkrete Modellvergleiche: Echte Zahlen statt Durchschnittswerte

Abstrakte Vergleiche helfen wenig. Hier zwei direkte Modellvergleiche mit aktuellen Listenpreisen und realen Verbrauchswerten – alle Werte Python-verifiziert, Stand März 2026.

Vergleich 1: VW ID.3 Pro vs. VW Golf 1.5 TSI (Kompaktklasse)

Kostenfaktor ⚡ VW ID.3 Pro ⛽ VW Golf 1.5 TSI
Listenpreis (2026)37.990 €29.990 €
Staatliche Förderung0 € (seit Dez 2023 entfallen)0 €
Effektiver Kaufpreis37.990 €29.990 €
Realer Verbrauch15,5 kWh/100km6,8 l/100km
Energiekosten 8 Jahre
(15.000 km/J, 29 ct/kWh, 2,05 €/L)
5.394 €16.728 €
Wartung 8 Jahre2.800 €6.000 €
Gesamtkosten 8 Jahre46.184 €52.718 €
Kostenvorteil E-Auto+6.534 € günstiger (Break-even: 4,4 Jahre)

Vergleich 2: Tesla Model 3 LR vs. BMW 318i (Mittelklasse)

Kostenfaktor ⚡ Tesla Model 3 LR ⛽ BMW 318i
Listenpreis (2026)42.990 €38.900 €
Staatliche Förderung0 €0 €
Realer Verbrauch14,5 kWh/100km7,2 l/100km
Energiekosten 8 Jahre
(15.000 km/J, 29 ct/kWh, 2,05 €/L)
5.046 €17.712 €
Wartung 8 Jahre3.200 €7.200 €
Gesamtkosten 8 Jahre51.236 €63.812 €
Kostenvorteil Tesla+12.576 € günstiger (Break-even: bereits nach ~2 Jahren!)

Alle Werte Python-verifiziert. Benzinpreis 2,05 €/L (Stand März 2026, ADAC), Strompreis 29 ct/kWh (realistischer Mix Haushaltsstrom/Ladetarif). Listenpreise Stand März 2026. Kein Umweltbonus seit 18.12.2023.


4) Kosten pro 100 km: Der direkte Vergleich

Die entscheidende Alltagsfrage: Was kostet mich jeder gefahrene Kilometer? Aktuelle Werte März 2026, Python-verifiziert:

Antrieb & Szenario Verbrauch Energiepreis Kosten/100 km
⚡ E-Auto Wallbox (Zuhause) 15,5 kWh 29 ct/kWh 4,50 €
⚡ E-Auto Mix (50% Wallbox, 50% DC) 15,5 kWh 47 ct/kWh (Misch) 7,29 €
⚡ E-Auto nur Schnelllader (Autobahn) 15,5 kWh 65 ct/kWh 10,08 €
⛽ Benziner sparsam 6,5 l 2,05 €/L 13,32 €
⛽ Benziner durstig 8,0 l 2,05 €/L 16,40 €
⛽ Diesel sparsam 5,5 l 2,15 €/L 11,82 €
⛽ Diesel durstig 7,0 l 2,15 €/L 15,05 €

Benzin E5/E10 und Diesel: ADAC-Tagesdurchschnitt 11.03.2026. Haushaltsstrompreis: Neukunde ~25–27 ct/kWh, Bestandskunde ~31–37 ct/kWh (Finanztip/StromAuskunft März 2026). Selbst beim teuersten E-Auto-Szenario (nur Schnelllader) ist das E-Auto günstiger als ein sparsamer Benziner.


5) Spritpreis-Szenarien: Wie sich Preisänderungen auf Ihre Rechnung auswirken

Der Iran-Krieg zeigt: Spritpreise können sich innerhalb weniger Tage drastisch ändern. So wirken sich verschiedene Szenarien auf die 8-Jahres-Gesamtkosten eines typischen Verbrenners aus (15.000 km/Jahr, 6,5 l/100km) – und was das für den Vergleich mit dem E-Auto bedeutet:

Szenario €/Liter Kraftstoffkosten/Jahr Kraftstoff 8 Jahre Mehr vs. Feb 2026
Vor Iran-Krieg (Feb 2026)1,76 €1.716 €13.728 €Basis
⚡ Aktuell März 20262,05 €1.999 €15.990 €+2.262 €
Szenario: +20 %2,45 €2.389 €19.110 €+5.382 €
Krisenpeak-Szenario3,00 €2.925 €23.400 €+9.672 €

💡 Was das für den Break-even bedeutet

Beim VW ID.3 vs. Golf-Vergleich (s.o.): Bei 1,76 €/L liegt der Break-even bei ca. 5,2 Jahren. Beim aktuellen Preis von 2,05 €/L sinkt er auf 4,4 Jahre. Bei einem Krisenszenario von 3,00 €/L wäre der Break-even bereits nach ca. 2,5 Jahren erreicht. Geben Sie Ihren persönlichen Spritpreis im Rechner oben ein – der Break-even-Punkt aktualisiert sich sofort.


6) CO₂-Bilanz: Wie klimafreundlich ist ein E-Auto wirklich?

Häufiges Argument: „Ein E-Auto ist nur so grün wie sein Strom.“ Das stimmt – aber selbst mit dem deutschen Strommix 2026 (~380 g CO₂/kWh) ist die Bilanz deutlich besser:

Antrieb CO₂ pro km CO₂ gesamt 8 Jahre
(15.000 km/Jahr)
Einsparung
⚡ E-Auto (dt. Strommix 2026) 59 g/km 7,1 t CO₂ −10,9 t CO₂
(−61 %)
⛽ Benziner (6,5 l, E10) 150 g/km 17,9 t CO₂
⚡ E-Auto mit 100 % Ökostrom ~0 g/km ~0 t CO₂ −17,9 t CO₂
Strommix Deutschland 2026
~380 g CO₂/kWh – rückläufig durch wachsenden Anteil erneuerbarer Energien (2025: ~65 % Ökostrom-Anteil). Tendenz: sinkend bis 2030.
„Der Strom kommt doch aus Kohle“
Selbst bei reinem Kohlestrom (~820 g/kWh) wäre ein E-Auto mit 15 kWh/100km bei ~123 g/km – noch immer unter einem durchschnittlichen Benziner (150 g/km).
THG-Quote: CO₂ zu Geld machen
Als E-Auto-Fahrer können Sie Ihre eingesparten Treibhausgase als THG-Quote verkaufen. Aktuell: 80–150 €/Jahr je nach Anbieter. Über 8 Jahre: 640–1.200 € Zusatzeinnahmen.
Herstellungsemissionen (Graue Energie)
Ein E-Auto verursacht in der Produktion mehr CO₂ als ein Verbrenner (vor allem Akku: ~8–12 t CO₂). Dieser „Rucksack“ wird bei ~50.000–80.000 km aufgeholt. Bei 15.000 km/Jahr: nach 3–5 Jahren ist die Klimabilanz positiv.

7) Förderungen 2026: Was gibt es noch – und was ist weggefallen?

Förderung Status 2026 Betrag Details
Umweltbonus (BAFA) ❌ ENTFALLEN 0 € Abrupt gestoppt am 18.12.2023. Keine Verlängerung geplant.
Kfz-Steuerbefreiung ✅ Aktiv ~100–300 €/Jahr Rein elektrische Fahrzeuge bis 31.12.2030 von Kfz-Steuer befreit.
Dienstwagen-Privileg 0,25 % ✅ Aktiv Hoch (steuerabhängig) Geldwerter Vorteil nur 0,25 % statt 1 % des Listenpreises (bis 70.000 € Listenpreis).
THG-Quoten-Erlös ✅ Aktiv 80–150 €/Jahr Verkauf der Treibhausgasminderungsquote über Anbieter wie DKV, ADAC, etc.
KfW-Förderung Wallbox ⚠️ Eingeschränkt Variiert Nur noch für Wohngebäude im Rahmen von Energieeffizienz-Programmen. Direkt prüfen.
Herstellerrabatte ✅ Aktiv 500–5.000 € Viele Hersteller (VW, Tesla, Hyundai) bieten eigene Rabattaktionen – verhandelbar.

❌ Der Umweltbonus-Fehler – bitte im Rechner korrigieren

Viele ältere Vergleichsrechner und Artikel zeigen noch einen Umweltbonus von 3.000–6.000 €. Das ist falsch. Der Umweltbonus wurde am 18. Dezember 2023 kurzfristig und endgültig gestoppt. Setzen Sie das Förderungs-Feld im Rechner oben auf 0 €, sofern Sie keinen konkreten Herstellerrabatt haben.


8) Laden: Wallbox, AC-Lader, Schnelllader – was kostet was?

Der Ladestrompreis ist der variabelste Faktor in der E-Auto-Rechnung. Je mehr Sie zuhause laden, desto günstiger wird es:

Ladetyp Typischer Preis
März 2026
Kosten/100 km
bei 15,5 kWh
Kosten/Jahr
bei 15.000 km
Hinweis
Wallbox (Neukunde) 25–27 ct/kWh 3,88–4,19 € 582–628 € Günstigster Tarif, Anbieterwechsel empfohlen
Wallbox (Bestandskunde) 31–37 ct/kWh 4,81–5,74 € 722–860 € Aktueller BDEW-Durchschnitt 37,2 ct/kWh
Öffentlich AC (Ladesäule) 40–55 ct/kWh 6,20–8,53 € 930–1.279 € Gut für Gelegenheitsladen
DC-Schnelllader (Ionity, EnBW) 55–79 ct/kWh 8,53–12,25 € 1.279–1.837 € Nur Autobahn/Langstrecke empfohlen
Arbeitgeber-Laden 0–15 ct/kWh 0–2,33 € 0–350 € Oft kostenlos oder stark subventioniert

💡 Wallbox-Investition: Wann lohnt sie sich?

Installationskosten
Wallbox + Installation: typisch 800–1.500 €. Eigenheim mit vorhandener Infrastruktur: eher 800 €. Ältere Elektrik oder Garage: bis 2.500 €.
Amortisation
Wallbox (29 ct) vs. öffentlich (50 ct) bei 15.000 km/Jahr: Ersparnis ~315 €/Jahr → Wallbox amortisiert sich in 3–5 Jahren.

9) Für wen lohnt sich ein E-Auto – und für wen nicht?

Fahrprofil Jahres-km Ladesituation E-Auto-Empfehlung Begründung
Pendler mit Wallbox 15.000–25.000 Zuhause + ggf. Arbeit ⭐⭐⭐⭐⭐ Ideal Maximale Energieeinsparung, planbare Routen, günstigstes Laden
Vielfahrer Außendienst >25.000 Mix Wallbox + DC ⭐⭐⭐⭐ Sehr gut Hohe Energiekostenersparnis; Ladeplanung nötig
Stadtfahrer ohne Eigenheim 8.000–15.000 Nur öffentlich ⭐⭐⭐ Gut Kein Wallbox-Vorteil; aber Energiekosten trotzdem günstiger als Benziner
Wenigfahrer <8.000 Beliebig ⭐⭐ Abwägen Verbrauchsvorteile fallen kaum ins Gewicht; höherer Kaufpreis dominiert
Fernpendler/Vielfahrer nur Autobahn >30.000, >50% BAB Nur Schnelllader ⭐⭐ Prüfen DC-Laden teuer; Ladeunterbrechungen bei Langstrecke einplanen

10) Dienstwagen: Die 0,25 %-Regelung als starkes Argument

Für Angestellte mit Dienstwagen ist die steuerliche Behandlung oft der entscheidende Faktor – und hier hat das E-Auto einen massiven Vorteil:

Verbrenner: 1 %-Regelung
Monatlicher geldwerter Vorteil = 1 % des Bruttolistenpreises. Beispiel BMW 318i (38.900 €): 389 €/Monat = 4.668 €/Jahr versteuern. Bei 42 % Steuersatz: ~1.960 € Steuerlast/Jahr.
E-Auto: 0,25 %-Regelung (bis 70.000 € Listenpreis)
Monatlicher geldwerter Vorteil = 0,25 % des Bruttolistenpreises. Beispiel Tesla Model 3 (42.990 €): 107 €/Monat = 1.289 €/Jahr versteuern. Bei 42 % Steuersatz: ~541 € Steuerlast/Jahr. Ersparnis: ~1.419 €/Jahr gegenüber Verbrenner!
Über 8 Jahre (Haltedauer)
Steuerersparnis: ~11.352 € – das übersteigt oft den Kaufpreisunterschied allein!
Voraussetzung
0,25 %-Satz gilt für rein elektrische Fahrzeuge mit Bruttolistenpreis bis 70.000 €. Plug-in-Hybride: 0,5 % (unter Bedingungen). Gesetzlich befristet bis 31.12.2030.

11) Restwert & Akku: Was Sie beim Wiederverkauf wissen müssen

Akkugarantie (Standard)
Die meisten Hersteller garantieren 8 Jahre / 160.000 km auf den Akku mit einer Mindestkapazität von 70 % (Tesla, VW, Hyundai, BMW).
Reale Akku-Degradation
Praxiswerte zeigen: nach 8 Jahren verlieren moderne Akkus typischerweise nur 10–15 % Kapazität – deutlich weniger als früher befürchtet.
Restwertentwicklung
2023/2024 sanken Gebraucht-E-Auto-Preise durch Marktkorrektur und Ende des Umweltbonus. 2025/2026 stabilisieren sich die Werte wieder. Tesla Model 3 behält nach 3 Jahren ~50–55 % des Listenpreises.
Empfehlung für TCO-Rechnung
Planen Sie eine lange Haltedauer von 8+ Jahren – dann spielen Restwert-Schwankungen eine geringere Rolle und die Energieeinsparung dominiert die Rechnung.

12) FAQ – 12 Fragen zu Elektroauto vs. Verbrenner

Gibt es 2026 noch staatliche Förderung für E-Autos in Deutschland?

Den Umweltbonus (BAFA-Förderung) gibt es seit dem 18. Dezember 2023 nicht mehr – er wurde abrupt gestoppt. Was noch besteht: Kfz-Steuerbefreiung bis 31.12.2030, die 0,25 %-Dienstwagenregelung, THG-Quoten-Erlöse (80–150 €/Jahr) und vereinzelte regionale oder Arbeitgeber-Förderprogramme. Setzen Sie im Rechner den Förderbetrag auf 0 €, sofern kein konkreter Herstellerrabatt vorliegt.

Ab wann lohnt sich ein E-Auto bei aktuellen Spritpreisen?

Bei einem Benzinpreis von 2,05 €/L (Stand März 2026) und Haushaltsstrom von 29 ct/kWh lohnt sich der VW ID.3 gegenüber dem Golf bereits nach ca. 4,4 Jahren. Der Tesla Model 3 gegenüber dem BMW 3er sogar nach nur ~2 Jahren – dank geringerem Verbrauch und höherer Wartungskosten beim Verbrenner. Je höher der Spritpreis, desto schneller der Break-even.

Was kostet ein E-Auto pro 100 km wirklich?

Mit Wallbox und günstigem Haushaltsstrom (25–27 ct/kWh): 3,88–4,19 €/100km. Mit Bestandskundentarif (37 ct/kWh): ca. 5,74 €/100km. Nur mit DC-Schnellladern (65 ct/kWh): ~10 €/100km. Zum Vergleich: Benziner bei 2,05 €/L und 6,5 l/100km = 13,32 €/100km.

Wie wirkt sich der Iran-Krieg auf die E-Auto-Rechnung aus?

Der Benzinpreis stieg durch den Iran-Konflikt von ~1,76 €/L (Ende Februar 2026) auf über 2,00 €/L – ein Anstieg von fast 17 % in zwei Wochen. Das bedeutet: Ein Verbrennerfahrer zahlt aktuell ~283 €/Jahr mehr als noch im Februar. Über 8 Jahre: rund 2.262 € Mehrkosten allein durch diesen Preissprung. Der Break-even-Punkt verschiebt sich dadurch spürbar zugunsten des E-Autos.

Ist ein E-Auto auch ohne eigene Garage sinnvoll?

Ja – aber mit eingeschränktem Kostenvorteil. Ohne Wallbox laden Sie an öffentlichen Ladesäulen für 40–55 ct/kWh statt 25–29 ct/kWh. Die Energiekosten steigen dadurch um ~40–90 %. Dennoch bleibt das E-Auto günstiger als der Verbrenner bei aktuellen Spritpreisen. Prüfen Sie: Bietet Ihr Arbeitgeber Laden an? Gibt es Ladesäulen in der Nähe?

Wie hoch sind die Wartungskosten eines E-Autos wirklich?

Praxiswerte aus ADAC-Auswertungen 2024/2025: E-Autos der Kompaktklasse verursachen 350–500 €/Jahr an Wartungskosten (Hauptuntersuchung, Reifenwechsel, Bremsenprüfung). Vergleichbare Verbrenner: 700–1.000 €/Jahr (zusätzlich Ölwechsel, Filterwechsel, Getriebeservice). Über 8 Jahre: Ersparnis von 2.800–4.000 €.

Was ist die THG-Quote und wie viel bringt sie?

Die THG-Quote (Treibhausgasminderungsquote) ermöglicht es E-Auto-Besitzern, ihre eingesparten CO₂-Emissionen an Mineralölkonzerne zu verkaufen. Anbieter wie DKV, ADAC oder Extracharge zahlen aktuell 80–150 €/Jahr pro E-Auto. Der Prozess dauert wenige Minuten, läuft komplett online, und wird jährlich wiederholt. Über 8 Jahre: 640–1.200 € zusätzliche Einnahmen.

Wie hält ein E-Auto-Akku wirklich – und was kostet der Tausch?

Moderne Akkus (LFP, NMC) zeigen in Praxistests nach 8 Jahren durchschnittlich 10–15 % Kapazitätsverlust – deutlich besser als früher befürchtet. Die meisten Hersteller garantieren 70 % Restkapazität nach 8 Jahren / 160.000 km. Ein Akkutausch kostet 8.000–15.000 € – wird aber in der Praxis selten nötig, da die Garantie greift oder der Akku weit über 10 Jahre hält.

Lohnt sich ein E-Auto als Dienstwagen?

Fast immer: Die 0,25 %-Regelung reduziert den monatlich zu versteuernden geldwerten Vorteil um 75 % gegenüber Verbrennern (1 %-Regelung). Bei einem Tesla Model 3 (42.990 €) und 42 % Steuersatz spart das ~1.419 €/Jahr an Einkommenssteuer – über 8 Jahre fast 11.400 €. Damit rechnet sich ein E-Auto als Dienstwagen fast immer, selbst wenn der Listenpreis höher liegt.

Sind E-Autos wirklich klimafreundlicher?

Ja – auch mit dem deutschen Strommix 2026 (~380 g CO₂/kWh). Ein E-Auto verursacht ~59 g CO₂/km, ein Benziner ~150 g CO₂/km. Über 8 Jahre und 15.000 km/Jahr: E-Auto spart ~10,9 Tonnen CO₂. Den Produktions-„Rucksack“ des Akkus (8–12 t CO₂) holt das E-Auto nach ca. 3–5 Jahren im Betrieb auf. Mit Ökostrom ist die Bilanz nahezu CO₂-neutral.

Wann lohnt sich ein Verbrenner (noch)?

Ein Verbrenner kann weiterhin sinnvoll sein bei: sehr wenigen Jahreskilometern (<8.000 km), keiner Lademöglichkeit zuhause oder am Arbeitsplatz, überwiegend langen Autobahn-Etappen ohne Ladeplanung, Spezialfahrzeugen (Anhänger >3,5 t, Offroad) oder wenn ein günstiger Gebraucht-Verbrenner verfügbar ist (dann oft TCO-Vorteil gegenüber einem Neu-E-Auto). Nutzen Sie den Rechner mit Ihren konkreten Werten – die Zahlen entscheiden.

Wie gehe ich mit schwankenden Energiepreisen im Rechner um?

Berechnen Sie drei Szenarien: (1) aktuelle Preise, (2) +20 % Sprit / gleichbleibend Strom, (3) Worst-Case Sprit 3,00 €/L. So sehen Sie, wie robust Ihre Entscheidung ist. Tipp: Da der Strompreis 2026 gesunken ist (Neukunden ~25 ct/kWh) und Spritpreise gestiegen sind, hat sich die Rechnung gegenüber 2024 deutlich zugunsten des E-Autos verschoben.


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Alle Berechnungen Python-verifiziert. Spritpreise: ADAC-Tagesdurchschnitt 11.03.2026 (E10: ~2,05 €/L, Diesel: ~2,15 €/L). Strompreise: StromAuskunft.de / Finanztip März 2026 (Neukunde: ~25–27 ct/kWh, Bestandskunde: ~31–37 ct/kWh). Umweltbonus seit 18.12.2023 eingestellt. Listenpreise VW/Tesla/BMW: Stand März 2026. CO₂-Faktor Strommix Deutschland 2026: ~380 g/kWh (Umweltbundesamt). Keine Kauf- oder Steuerberatung. Alle Angaben ohne Gewähr.

Vertrauen Sie unserer Expertise

Daniel Niedermayer

Daniel Niedermayer

Geschäftsführer

Zuletzt geprüft am: 10. März 2026

Unsere Methodik

Dieser Rechner kombiniert Anschaffungskosten, Energieverbrauch (kWh bzw. Liter), Wartungskosten und staatliche Förderungen über die von Ihnen gewählte Haltedauer. Für CO₂-Berechnungen werden typische Emissionsfaktoren für Strommix und Kraftstoffe verwendet.

Mehr zur Methodik

Umfrage auf unserer Website im April 2025

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Sabine K.

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